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#Hochregallager: Jetzt ist der Bürgermeister gefragt
#Gütersloh, 14. September 2026
Symbolisch kann man einen kommunalen Konflikt kaum schlechter inszenieren: Während im Rathaus über das umstrittene Hochregallager von #Hörmann gesprochen wird, stehen betroffene Bürger Leserbriefen zufolge vor verschlossener Tür.
Natürlich kann so etwas ein Versehen sein. Aber darum geht es längst nicht mehr. Es geht um das Bild, das entsteht – und um ein grundsätzliches Problem im Umgang mit einem #Konflikt, der offenbar viel zu lange als #Verwaltungsverfahren und viel zu wenig als politische Aufgabe betrachtet worden ist.
Die #Anwohner kritisieren nicht irgendeine neue #Wandfarbe. Sie sprechen über ihr unmittelbares #Lebensumfeld. Über ein Hochregallager, dessen geplante Höhe nach ihren Angaben erheblich über das hinausgeht, was der ursprüngliche Bebauungsplan vorsah. Über veränderte Baugrenzen, Waldflächen und die Auswirkungen eines gewaltigen Baukörpers auf die Nachbarschaft. Einer der Anwohner schreibt, er habe von dem Vorhaben als Nachbar nur durch #Zufall erfahren.
Man kann all diese Einwände prüfen und am Ende trotzdem zu dem Ergebnis kommen, dass das Hochregallager genehmigungsfähig ist. #Bürgerbeteiligung bedeutet schließlich nicht, dass immer die #Bürger gewinnen.
Aber Bürgerbeteiligung bedeutet, dass man mit ihnen spricht.
Und hier ist der Bürgermeister gefragt.
#Trepper sollte die Beteiligten so schnell wie möglich an einen Tisch holen – das hätte er längst tun sollen: die betroffenen #Anwohner, Vertreter von #Hörmann beziehungsweise #Huga, den zuständigen #Baudezernenten, gegebenenfalls #Architekten und #Planer – und selbst den Vorsitz übernehmen.
Round Table statt verschlossener Tür
Dann gehören die Pläne auf den Tisch. Warum muss das Lager 30 Meter hoch werden? Welche Alternativen wurden geprüft? Warum wurden Baugrenzen verändert? Welche Auswirkungen sind tatsächlich zu erwarten? Was lässt sich durch andere Planung, Begrünung, Abstände oder andere Maßnahmen abmildern? Was ist noch veränderbar – und was tatsächlich nicht mehr?
Vielleicht kommt dabei am Ende heraus, dass sich an dem Hochregallager überhaupt nichts Wesentliches mehr ändern lässt. Auch das ist möglich.
Aber selbst dann wäre ein solches #Gespräch nicht sinnlos.
Denn kommunale Politik besteht nicht nur darin, Entscheidungen rechtssicher vorzubereiten und anschließend mitzuteilen. Sie besteht auch darin, widerstreitende Interessen zusammenzubringen, Konflikte auszuhalten, Entscheidungen zu erklären und Menschen wenigstens das berechtigte Gefühl zu geben, dass ihre Argumente gehört und ernstgenommen worden sind.
Genau dafür gibt es einen #Bürgermeister.
Es reicht nicht, Bürgernähe auf #Stadtfesten, #Fototerminen und anderen angenehmen #Anlässen zu demonstrieren. Bürgernähe wird dort interessant, wo es unangenehm wird: wenn Menschen wütend sind, wenn Unternehmen wirtschaftliche Interessen verfolgen, wenn die Verwaltung ihre Entscheidung für richtig hält und wenn sich Positionen scheinbar nicht mehr miteinander vereinbaren lassen.
Dann muss jemand an den Tisch bitten.
Und zwar möglichst, bevor alle Beteiligten nur noch #übereinander statt #miteinander sprechen.
Beim Hochregallager ist dafür bereits viel Zeit verlorengegangen. Zu spät ist es trotzdem nicht.
Herr Trepper, holen Sie die Leute an einen Tisch.
#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT
