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Foto: »Achtung für Tiere«

Vortrag über Füchse und Fuchsjagd fasziniert und schockiert

Von KWS, Tiere, Pflanzen, Natur, Tierschutz, 197 Views

Vortrag über #Füchse und #Fuchsjagd fasziniert und schockiert

#Rietberg, 14. September 2026

Sehr gut besucht war der Vortrag des Biologen Dr. Martin Steverding aus Rhede (Kreis Borken) über Füchse, den »Achtung für Tiere« und die »Tierschutzstiftung Lebenshof« in Varensell am Sonntagvormittag auf dem #Hof in Rietberg #Varensell organisiert hatten. Faszinierende Videos zeigten die Lebensweise und das ausgeprägte soziale Verhalten der kleinen, aktiven Tiere. Zur Fuchsjagd erklärte #Steverding: »Werden Füchse getötet, kompensieren überlebende Tiere das durch mehr Nachkommen. Füchse werden durch #Jagd scheu und nachtaktiv. Eine Dezimierung ihrer Bestände durch Jagd hat unter anderem eine Vermehrung ihrer #Hauptnahrung, kleine #Nagetiere, zur Folge. Interessant ist auch, dass es in Luxemburg, wo Fuchsjagd abgeschafft wurde, jetzt, 10 Jahre später, keinerlei Probleme mit den klugen Tieren gibt.«

Steverding ist Mitbegründer des bundesweiten »Netzwerks Fuchs«. Er erläuterte auch Jagdpraktiken, etwa, wie Füchse durch #Klagelaute sterbender #Hasen, durch sogenannte »Mäuseburgen«, aber auch durch vergrabenes Aas vor die Gewehre gelockt oder mithilfe von Fallen gefangen werden. Bei der Baujagd werden Dackel oder Terrier in Baue geschickt, um die Füchse herauszutreiben, auf die draußen Jäger warten. »Es kann passieren, dass Füchse erschossen werden, die bereits Jungtiere im Bau hatten, da die Jagdsaison bis Ende Februar geht. Zu dieser Zeit können bereits Welpen geboren sein. Es kommt auch immer wieder unter der Erde zu blutigen Kämpfen, wenn zum Beispiel eine Fuchsmutter versucht, ihre Jungen vor dem eindringenden Hund zu beschützen.« In vielen Regionen sei zudem üblich, wenige Wochen alte spielende Welpen vor ihrem Bau zu töten.

Steverding erklärte auch #Schliefenanlagen. »Ein künstliches Röhrensystem simuliert einen Fuchsbau. Hunde müssen der Spur des zuvor hindurchgetriebenen Fuchses folgen. Dieser wird am Ende in eine enge Kammer, den ›Kessel‹, gesperrt, direkt hinter ein Gitter, durch das er den tobenden Hund riechen und hören kann, seinen Atem wahrnehmen muss und nicht fliehen kann.« Steverding zeigte ein Video von der ehemaligen Schliefenanlage in Lemgo, auf dem die Todesangst des Fuchses eindrucksvoll zu erkennen war. »Alle Tiere, die in Schliefenanlagen gefangen sind, zeigen stereotype Bewegungen. Nur 80 Quadratmeter Lebensraum müssen die Anlagen aufweisen. Den meisten Füchsen geht es dort katastrophal schlecht. In #Lemgo #Vossheide wurden massive Tierschutzverstöße dokumentiert. Die Anlage wurde nach jahrelangen Protesten geschlossen. Aber von den meisten Schliefenanlagen erfährt die Allgemeinheit nichts. All das Leid wird diesen Tieren zugefügt, ohne den Beweis, dass Jagd #Bodenbrütern und #Niederwild hilft«, kritisiert der Biologe.

In der Diskussion brachte eine Zuhörerin auf den Punkt, was viele dachten: »Ich bin völlig schockiert, wie in unserem Land ein strategischer #Krieg gegen #Wildtiere geführt wird, mit unfairsten Mitteln, tierschutzwidrig, hinterhältig, ohne dass die Allgemeinheit davon weiß.« Am von  Ehrenamtlichen liebevoll vorbereiteten #Büfett wurden Kontakte ausgetauscht. Anschließend nahmen viele die Möglichkeit war, die Lebensräume der Tiere kennenzulernen, die auf dem Tierschutzhof ein lebenslanges Zuhause haben. Infos unter www.schliefenanlagen.info und www.achtung-fuer-tiere.de.

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