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NOW Kommentar: Vor Merz hieß es »Survive till ’25« – und dann?

Von KWS, Kunst und Kultur, Kommentare, 573 Views

#NOW #Kommentar: Vor #Merz hieß es »Survive till ’25« – und dann?

#Gütersloh, 14. September 2026

Bei der vorigen #Bundesregierung machte in deutschen #Wirtschaftskreisen ein bemerkenswerter Spruch die Runde: »Survive till ’25«. »Überlebt bis 2025.« Haltet irgendwie durch. Dann sind Wahlen. Dann kommt eine andere Regierung. Dann kommt Friedrich Merz. Und dann wird alles besser.

Merz wurde zeitweise tatsächlich mit Erwartungen überladen, die beinahe messianische Züge annahmen. Endlich wieder #Wirtschaftskompetenz. Endlich weniger #Bürokratie. Endlich niedrigere #Belastungen. Endlich #Vernunft. Endlich #Wachstum.

Nun ist Merz #Bundeskanzler. Und das #Wirtschaftswunder ist ausgeblieben.

Überrascht mich das?

Nein.

Ich habe Friedrich Merz nie für einen besonders geeigneten Bundeskanzler gehalten. Aber genau darum geht es gar nicht. Denn ich halte ihn auch nicht für den Anti Messias, der nun persönlich dafür verantwortlich wäre, dass Deutschland nicht plötzlich wieder funktioniert. Zudem war Merz bei »BlackRock« Aufsichtsratsvorsitzender. Mit dem operativen Geschäft hatte er nichts zu tun.

Das Problem ist größer.

Vielleicht sollten wir uns endlich von der Vorstellung verabschieden, dass alle 4 Jahre nur die richtigen Leute gewählt werden müssten und anschließend jemand in Berlin den großen Hebel umlegt.

Diesen Hebel gibt es nicht.

#Politik hat Einfluss. Selbstverständlich. Sie kann #Steuern erhöhen oder senken, #Vorschriften erlassen oder abschaffen, #Infrastruktur bauen oder verfallen lassen. Sie kann #Investitionen erleichtern oder erschweren, #Unternehmen #Freiräume geben oder sie mit #Bürokratie beschäftigen. Sie kann #Vertrauen schaffen oder zerstören.

Aber Politik kann keine prosperierende Gesellschaft »beschließen«.

Sie kann sie ermöglichen.

Machen müssen wir sie selbst.

#Unternehmer müssen unternehmen. Menschen müssen arbeiten, gründen, investieren, erfinden, ausprobieren und auch Risiken eingehen. #Handwerker müssen ausbilden. #Unternehmen müssen Produkte entwickeln. #Bürger müssen Verantwortung übernehmen. #Kommunen, #Vereine, #Initiativen und #Nachbarschaften müssen Dinge auf die Beine stellen.

Kein #Bundeskanzler kann das stellvertretend für 84 Millionen Menschen erledigen.

Und selbst die beste Regierung könnte Deutschland nicht innerhalb weniger Monate reparieren. Zu viele Probleme sind über Jahrzehnte entstanden. Zu viele Strukturen haben sich verfestigt. Zu viele Zuständigkeiten, Regeln, Institutionen, Besitzstände und Abhängigkeiten greifen ineinander.

Deshalb halte ich auch die nächste politische #Erlösungserzählung schon heute für falsch.

#Scholz musste weg, dann sollte Merz kommen. Wenn Merz die Erwartungen nicht erfüllt, soll eben der Nächste kommen. Und danach der Übernächste.

Das ist keine #Strategie.

Natürlich muss Politik ihren Teil leisten. Und gegenwärtig tut sie meiner Meinung nach viel zu wenig dafür, dass diejenigen, die etwas schaffen wollen, es auch tatsächlich tun können. Wer investieren, bauen, gründen, beschäftigen oder auch nur eine einigermaßen ungewöhnliche Idee verwirklichen will, erlebt Deutschland nicht selten als #Hindernisparcours.

Das muss sich ändern.

Aber selbst wenn es sich morgen änderte, müssten wir übermorgen immer noch loslegen.

Vielleicht war deshalb schon »Survive till ’25« der falsche Gedanke.

Denn Überleben bis zur nächsten Wahl ist kein Geschäftsmodell. Und Warten auf den nächsten Bundeskanzler ist keine Zukunftsstrategie.

Deutschland braucht keinen #Messias.

Es braucht Rahmenbedingungen, unter denen Menschen etwas machen können.

Und dann braucht es Menschen, die es machen.

Das sind wir.

#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT