Von Hartmut Brand, Kunst und Kultur, Feuilleton, 1.095 Views
#Brands #Kultur #Check: Escape Room »Anno 1469« bei »Expedition 60« in #Teningen
#Lippstadt, 29. Juli 2026
Für uns ging es mal wieder auf Escape Room Tour und unsere erste Station und damit Escape Room Nummer 346 war »Anno 1469« bei »Expedition 60 Escape Game« in Teningen.
Seit der Eröffnung stand ein Besuch bei »Expedition 60« ganz hoch auf meiner To Do Liste, weil mich Christian Polkläser mit seiner ungewöhnlichen und kreativen Sicht auf die Dinge unglaublich neugierig gemacht hatte, seine Räume zu spielen. Jetzt, nach dem Umzug in die größere Location, wurde es aber wirklich mal Zeit, dass wir mit »Die Spielzeugmacher« in der Besetzung Christine, Sabine, Ralf und Hartmut dort spielen.
»Anno 1469« führt uns in die Hochzeit der #Tempelritter, wo wir uns um die Aufnahme in den Orden bemühen und dabei einige Aufgaben erledigen müssen. In den Gemächern von Paul von den Socken müssen wir uns dabei auf die Suche nach den Aufgaben machen und diese dann erledigen.
Bei der Figur des Paul von den Socken handelt es sich übrigens um eine Hommage an einen alten Freund von Christian, der vor 10 Jahren verstarb. Eine sehr schöne Aufmerksamkeit und umso schöner, diesen Raum zu spielen, der auch ihm zu Ehren entwickelt wurde.
Da sich #Ritter Paul von den Socken gerade nicht zu Hause befindet, werden wir von einem seiner Berater in die Räumlichkeiten gelassen. In der Küche lodert noch das Feuer, was mich vorab gleich einmal zu einer wichtigen Thematik des Raumes kommen lässt, die Gerüche.
Hier in der #Küche riecht man das offene Feuer und die Duftthematik zieht sich wie ein roter Faden durch das Abenteuer. Die Kombination aus Kulisse, Sound, Licht und Düften ergibt ein Gesamtpaket, das unglaublich faszinierend ist und einen tief in das Abenteuer eintauchen lässt.
Im Laufe des Abenteuers stoßen wir auf verschiedene Rätsel, die sich allesamt der Thematik unterordnen. Es gibt Rechenrätsel, Aufgaben zum Sammeln und Zuordnen, aber auch technische Aufgaben, die unser aktives Handeln erfordern. Alles in allem ein sehr schöner Rätselmix, der auf technischen Schnickschnack verzichtet.
Es gilt, Schlüssel zu finden, Zahlenkombinationen zu ermitteln und sich so nach und nach durch das Abenteuer vorzuarbeiten.
Die Escape Rooms bei »Expedition 60« zeichnet aus, dass alle Gegenstände im Raum angefasst und untersucht werden können, ohne dass man durch unnötige Red Herrings abgehalten wird, den Lösungsweg zu beschreiten.
Dieses Abenteuer ist sehr detailverliebt, ohne jedoch überfrachtet zu wirken, so dass wir jederzeit auch den Überblick über die Rätselstruktur behielten und uns auch immer auf die verschiedenen Rätseln auf der gesamten Fläche des Escape Rooms verteilen konnten.
Ein ganz besonderes Gimmick ist die Spielleiterfunktion, die Christian durchgehend in der Rolle des Beraters des Ritters Paul von den Socken ausführte und immer auch mal wieder im Raum auftauchte, um im Rahmen der Rolle nach dem Rechten zu sehen und den einen oder anderen Hinweis zu geben.
Gerade bei Spielleitern im Raum ist es ein schmaler Grat, dass man der Gruppe mit der Anwesenheit nicht auf den Zünder geht oder sie gar durch zu viele Interaktion vom Rätseln abhält.
Hier fand Christian als Spielleiter jedoch genau das richtige Maß, so dass auch die Rolle des Beraters ein belebendes Element des Escape Rooms war.
Zwar konnten wir dieses Abenteuer nicht innerhalb der 60 Minuten bestehen, bei »Expedition 60« gibt es jedoch keine vorgegebene Spielzeit. Jede Gruppe hat die Möglichkeit, das Abenteuer bis zum Schluss zu spielen. Auf der Homepage ist daher auch eine Spielzeit von 60 bis 75 Minuten angegeben.
Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir dann die Prüfung zur Aufnahme in den Orten der Tempelritter bestanden, so dass wir Berater des Ritters eine Urkunde bekamen und damit auch dieses Abenteuer erfolgreich bestehen konnten.
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