Von KWS, Kunst und Kultur, Museen, 1.586 Views
Kunstmuseum Heidenheim: Martin Bruno Schmid, »Umbau – Einbau – Rückbau (repeat!)«, 20. September 2026 bis 28. Februar 2027
#Heidenheim, 9. September 2026
Martin Bruno Schmids Kunst hinterfragt gegebene Materialien und Strukturen auf ihre Beschaffenheit und die damit einhergehenden Gestaltungsmöglichkeiten. Sein Ansatz ist dabei meist substraktiver Art: Er durchbohrt, schleift ab oder perforiert und schafft so neue ästhetische Perspektiven auf vermeintlich Vertrautes.
Oftmals ist der Materialeinsatz minimal, die Ergebnisse jedoch verblüffend. Für seine Werkserie »Bleistiftspitze in Papier« braucht es nicht mehr als ein Blatt #Papier und einen #Bleistift. Mit dessen Spitze drückt Schmid auf den Untergrund, sodass Punkte, aber auch Löcher und reliefhafte Vertiefungen entstehen. Der glatte Bogen wird dadurch plastisch und ist nicht länger nur Träger einer Komposition, sondern wird selbst zum Werk.
Für »Facepeelings« nutzte der Stuttgarter Künstler Hochglanzmagazine, dessen Oberflächen er solange polierte bis die darauf abgebildeten Models, Titelgeschichten und Produkte nicht mehr zu sehen sind und das Papier wieder nahezu weiß ist.
#Schmid macht hier sowie auch in zahlreichen anderen Arbeiten die Leerstelle zum Thema. Diese ist auch zentral für eine fortlaufende Serie von Wandarbeiten, bei denen der Künstler an der Stelle von bekannten Kunstwerken exakt deren Größe direkt aus den Stellwänden ausschneidet. Der Ausschnitt verweist zum einen auf das nicht mehr zu sehende Werk, macht durch die Leerstelle gleichsam aber auch die Museumswand und damit die institutionellen Bedingungen des Museumsbetriebs sichtbar.
Im #Kunstmuseum #Heidenheim realisiert Schmid die bisher größte dieser Interventionen und tritt dadurch in einen Dialog mit der aktuell notwendigerweise eingelagerten #Picassosammlung des Museums.
Martin Bruno Schmid wurde 1970 in #Balingen geboren. Zwischen 1995 und 2001 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in #Stuttgart. Stipendien und #Residency Aufenthalte brachten ihn nach #Reykjavik, #Tokyo und #Paris. Bekanntheit erlangte der Künstler auch durch seine Kunst am Bau Projekte und Interventionen im Öffentlichen Raum, die er seit 2007 realisiert.
Seine Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, darunter die Sammlungen der Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, des Kunstmuseums Stuttgart und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg.
Schmid konnte seine Kunst in zahlreichen Ausstellungen präsentieren, darunter in den Kunstvereinen in #Stuttgart, #Wiesbaden, #Heidelberg, #Böblingen und #Neuhausen, im Kunstmuseum Stuttgart, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, in der Villa Merkel in #Esslingen, im #Museum »Art.Plus« #Donaueschingen sowie in den städtischen Galerien in #Tuttlingen, #Sindelfingen und #Reutlingen.
20. September 2026 bis 28. Februar 2027, Kunstmuseum Heidenheim, Marienstraße 4, 89518 Heidenheim, dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, mittwochs 13 bis 19 Uhr …
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