Von Jörg Schwarz, Kunst und Kultur, Kunst, 2.643 Views
45 Jahre Galerie Geißler Bentler: #Kunst von »#Zero« bis in die #Gegenwart und ein Treffen mit Nelson Mandela
#Düsseldorf, 3. September 2026
»Was im Leben zählt, ist nicht, dass wir gelebt haben. Sondern, wie wir das Leben von anderen verändert haben«, #Nelson #Mandela, erster demokratisch gewählter #Präsident #Südafrikas (Amtszeit 1994 bis 1999) und #Friedensnobelpreisträger sowie Gesprächspartner von Bernd Bentler am 22. Mai 1996.
»Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden«, Paul Auster, (1943 bis 2024), US amerikanischer Schriftsteller.
Die #Galerie #Geißler #Bentler feiert mit einer großen Ausstellung und einem sehr gut besuchten Galeriefest (mehr als 200 Gäste) ihr 45 jähriges Jubiläum – höchst beachtlich in unserer schnelllebigen Zeit.
Auch zahlreiche von der Galerie vertretenen Künstler gratulierten und dankten dem Galeristenpaar Jenny Geißler Bentler und Bernd Bentler für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Höhepunkt der #Vernissage war die Eröffnungsrede des Galeristen Bernd Bentler, der auf die Geschichte seiner 1981 in Bad Godesberg eröffneten Galerie, die heute auf der Friedrichstraße 55 residiert, zurückblickte. Eine Begegnung aus dieser Zeit ist ihm bis heute besonders präsent: sein persönliches Gespräch mit Nelson Mandela im Jahr 1996. Bis heute bezeichnet Bentler dieses Zusammentreffen als ein Schlüsselerlebnis seines Galerielebens.
Zu den Kunden der Galerie gehörten damals zahlreiche Politiker und Diplomaten, darunter die südafrikanische Botschafterin Lindiwe Mabuza. Ehe sie als erste schwarze Frau als Botschafterin Südafrikas nach Bonn kam, war sie Chief Representative des #ANC in den Vereinigen Staaten. Für die südafrikanische Residenz erwarb Lindiwe Mabuza bei Bernd Bentler amerikanische und deutsche Kunst, darunter Werke der Zero Künstler Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene.
Am 22. Mai 1996 lud Mabuza den Galeristen zu einem Empfang zu Ehren Nelson Mandelas in die südafrikanische Residenz ein. Überraschend bat die Botschafterin den Galeristen in einen Nebenraum, wo der südafrikanische Präsident bereits auf ihn wartete. Es kam zu einem Gespräch unter 4 Augen. Bentler erinnert sich: »Was für ein Erlebnis! Ich hatte gar keine Zeit, nervös zu werden.«
Mandela interessierte sich für die Kunst in der Residenz und wollte insbesondere mehr über die »Zero« Künstler erfahren. Bentler erläuterte ihm ihre Ideen. In einem künstlerischen Befreiungsakt sollte der Ballast des Zweiten Weltkriegs abgeworfen werden, den sie zunehmend als Belastung der Kunst empfanden und dem sie etwas Neues, Helles und Positives entgegensetzen wollten. »Zero« verwies auf die Stunde Null, auf den Aufbruch in eine neue Zeit. »Und es ging um die Suche nach Licht«, so Bentler.
Die Begegnung mit Mandela habe ihn nachhaltig beeindruckt. Zugleich sieht Bentler eine Parallele zwischen dessen Haltung und den Grundgedanken der Zero Bewegung: »Dieses Eintreten für #Freiheit, für #Demokratie, für Gleichheit, das ist auch das, was mich bei ›Zero‹ beeindruckt.«
Diese Werte prägen bis heute die Arbeit des Galeristenpaares und spiegeln sich auch in der Auswahl der präsentierten Künstlerinnen und Künstler wider. Das Programm der Galerie fasst Bernd Bentler so zusammen: »Kunst von ›Zero‹ bis in die Gegenwart – immer mit einer Botschaft und einer Geschichte hinter den Kunstwerken, und ein Standpunkt, der die Themen Freiheit, Freiheit der Kunst, Demokratie und #Naturschutz abbildet.«
Unter den Gästen der Jubiläumsmatinee waren unter anderem die Künstler Thomas Baumgärtel – bekannt als »#Bananensprayer« – Michael Cleff, Ulrika Eller Rüter (Werke von Ulrika Eller Rüter sind ab dem 18. September 2026 in der Ausstellung »#Gezeiten« in der Namen Jesu Kirche in #Bonn und in den Räumen der Galerie zu sehen), Ruri Matsumoto, Margarete Noël, die Witwe von Künstler Martin Noël, Sybille Pattscheck, Thomas Röthel, André Schweers, Violetta Elisa Seliger, Marius Singer, Freddie Michael Soethout und Aja von Loeper.
Die Jubiläumsausstellung ist noch bis einschließlich 12. September 2026 in den Räumen der Galerie an der Friedrichstraße 55 zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 11 bis 18 Uhr.
Gezeigt werden ausgewählte Werke der »Zero« Künstler Heinz Mack, Günther Uecker und Otto Piene sowie neue Werke der jüngeren Positionen der Galerie, die speziell zu diesem Anlass geschaffen wurden.
Galerie Geißler Bentler
Die Galerie Geißler Bentler hat sich auf zeitgenössische Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute schwerpunktmäßig auf die Kunst des #Informel und auf »Zero« Kunst spezialisiert.
Ergänzt wird diese Tätigkeit durch die Präsentation und Förderung aufstrebender, neuer künstlerischer Positionen unter anderem auf Kunstmessen und durch Ausstellungskonzepte im Öffentlichen Raum.
Die Galerie Geißler Bentler steht seit 45 Jahren für »Nachhaltigkeit«, »Achtsamkeit«, »Demokratie« und »Freiheit«. Bernd Bentler: »Diese Keywords waren für die Galerie seit ihr Gründung im Jahr 1981 maßgeblich und werden es auch in Zukunft sein.«
Im Sinne der Bewahrung und Sichtbarkeit künstlerischer Positionen engagiert sich die Galerie auch für Nachlässe von Künstlern. Mehr …
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