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Foto: Hofburg Brixen Bressanone

270 Jahre Mozart – und Brixen hört noch immer zu, 24. bis 27. September 2026

Von KWS, Kunst und Kultur, Musik, 1.884 Views

270 Jahre Mozart – und Brixen hört noch immer zu, 24. bis 27. September 2026

#Brixen, 2. September 2026

Es gibt Städte, die man besucht. Und Städte, die bleiben. Brixen gehört zur zweiten Kategorie – zumindest für alle, die wissen, dass Wolfgang Amadeus Mozart hier mehrmals Halt machte, spielte und schuf. Die Hauptstadt des Eisacktals in Südtirol war keine bloße Durchgangsstation auf dem Weg nach #Italien: Sie war ein Ort der #Begegnung, der #Freundschaft und der #Musik.

Als der junge Wolfgang Amadeus #Mozart im Dezember 1769 zum ersten Mal nach Brixen kam, war er gerade dreizehn Jahre alt. Es war der Beginn seiner ersten Italienreise. Die Wege waren verschneit, die Reise beschwerlich. Und doch wurde zwischen Dom und Hofburg eine Seite geschrieben, die bis heute nachklingt.

Mozart kehrte mehrmals in die Stadt zurück. Brixen war nicht nur eine Station, sondern ein bedeutender Ort auf seinem Weg. Am Hof der Fürstbischöfe Spaur fand er ein gebildetes, aufmerksames Umfeld, bereit, sein außergewöhnliches Talent aufzunehmen. Es ging nicht nur um Aufführungen: Für Franz Josef Spaur komponierte Mozart eine ganze #Messe, die Messe KV 257 – ein umfangreiches, feierliches Werk, das angesichts seines jungen Alters umso erstaunlicher wirkt. Ein Detail, das bis heute berührt: Das Manuskript wird im Archiv der Brixner Hofburg aufbewahrt, mit eigenhändigen Korrekturen von Leopold Mozart. Vater und Sohn, vereint in einem stillen Dialog zwischen den Notenzeilen. Es ist nicht nur Musik – es ist eine lebendige Spur von Durchreise, Arbeit und Präsenz. Dort, in der Hofburg, hat die Musik die Zeit überdauert. Im Kaisertrakt dieses altehrwürdigen Gebäudes, wo Mozart selbst mehrmals gespielt hat, finden bis heute Konzerte statt – etwa auf einem Hammerklavier aus der Epoche Mozarts, das die Klangwelt des 18. Jahrhunderts wieder lebendig werden lässt.

Und dann sind da die genauen, beinahe intimen Daten: Am 11. und 12. Dezember 1771 spielte Mozart in der Hofburg gemeinsam mit Ignaz Josef Spaur. Zwei Abende, die man sich dicht und konzentriert vorstellt, eingebettet in eine Zeit, in der Musik Begegnung war – Beziehung, gemeinsames Erleben, mehr als bloßes Spektakel.

Wer durch die #Altstadt von Brixen schlendert, zwischen barocken Fassaden und stillen Laubengängen, ahnt, warum diese Stadt Mozart anzog. Brixen verkörpert ein Gleichgewicht, das auch in seiner Musik zu spüren ist: nordische Strenge und mediterrane Offenheit, Spiritualität und kulturelle Lebendigkeit, Tradition und Neugier. Die Stadt liegt an der Schnittstelle zweier Welten – und genau dort entfaltete sich der junge Mozart, der auf seinen Italienreisen das Beste beider Kulturen in sich aufnahm.

Sich Mozart hier vorzustellen, fällt nicht schwer. Ein junger Mensch, der durch die Gassen einer kleinen alpinen Stadt geht, zwischen Sakralem und Alltäglichem, zwischen Disziplin und Staunen. Und dabei aufnimmt, verarbeitet, wächst. Die Italienreisen waren entscheidend für seine künstlerische Entwicklung – und auch Brixen, als Schnittstelle zwischen Nord und Süd, war Teil dieser Verwandlung.

270 Jahre nach seiner Geburt wirkt die Verbindung zwischen Mozart und Brixen erstaunlich aktuell. Ein Erbe, das nicht in den Geschichtsbüchern verharrt, sondern sich jedes Jahr neu entfaltet.

Vom 24. bis zum 27. September 2026 findet die vierte Ausgabe des Festivals »Mozart & Friends« statt – das einzige #Festival in #Südtirol, das sich ausdrücklich der #Musik und dem Leben Wolfgang Amadeus Mozarts widmet.

Koordiniert von »Pro Cultura« und dem #Musikwissenschaftler Giacomo Fornari, verfolgt das Festival einen lebendigen, dialogischen Ansatz: Mozart im Austausch mit seinen Zeitgenossen, seinen Einflüssen und seinen künstlerischen Freundschaften. Konzerte, Vertiefungen und Begegnungen, die keine ferne Ikone feiern, sondern die Menschlichkeit und Modernität des Komponisten erlebbar machen. Keine statische Gedenkfeier, sondern eine kulturelle Erfahrung, die das Vergangene im Heute zum Klingen bringt.

Wer durch die Altstadt spaziert, zwischen barocken Fassaden und stillen Innenhöfen, kann sich leicht vorstellen, wie diese Musik wieder zu schwingen beginnt. Manche Begegnungen enden nicht. Sie werden zum Erbe. Und sie klingen weiter. Mehr …

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