Von Hartmut Brand, Kunst und Kultur, Feuilleton, 1.989 Views
#Brands #Kultur #Check: »Die Ehe – eine feindliche Übernahme« mit Elena Uhlig und Fritz Karl in der Westfalenhalle 2 in #Dortmund
#Lippstadt, 1. September 2026
Nach dem gefeierten Erfolgsprogramm »Beziehungsstatus: erledigt« kehrten Elena Uhlig und Fritz Karl mit dem langersehnten neuen Bühnenabend und dem Titel »Die Ehe – eine feindliche Übernahme« zurück und gastierten dabei am Sonntag in der Westfalenhalle 2.
Erneut trafen die beiden aus #Film und #Fernsehen bekannten #Schauspieler mit ihrer pointierten Lesung über die großen und kleinen Dramen des Zusammenlebens genau den Nerv der Zuschauer.
Man konnte förmlich spüren, wie im Laufe des Abends immer mal wieder der eine oder andere Ellbogen in Richtung des Partners ausgefahren wurde, um zu signalisieren, dass man sich tatsächlich in den #Gedichten und #Kurzgeschichten wiederfand.
Auch diesmal zitierten und lasen sie aus bekannten und weniger bekannten Texten und warfen bei viel #Literatur, #Selbstironie und #Schlagfertigkeit ihre Beobachtungen in den Ring.
Das Ganze wurde auch an diesem Abend immer dann besonders witzig, wenn die beiden die gerade vorgetragenen Texte auf ihre eigene Beziehung übertrugen. Immer dann, wenn Elena Uhlig und Fritz Karl mit ihrer #Gestik und #Mimik agierten, brachten sie das Publikum damit zum Lachen. Aber auch die Texte selbst, bestehend aus Kurzgeschichten, Gedichten und Zitaten brachten so manchen Lacher hervor.
Wie schon erwähnt, waren es dabei genau die Geschichten, bei denen sich so mancher Zuschauer ertappt fühlte.
Wer kennt es nicht, dass man als Beifahrer vielleicht nicht immer ganz so geduldig ist wie man es selbst als Fahrer von seinem Beifahrer erwarten würde. Oder wenn man an sich und der Liebe des Partners zweifelt, weil die Zeit nicht spurlos an einem vorbeigegangen ist. Wenn man vielleicht mal etwas beim Erzählen weglässt, damit es der Partner nicht falsch versteht und man es dadurch eigentlich nur schlimmer macht.
Dabei stellte sich immer wieder die Problematik heraus, dass es nicht das Gleiche ist, wenn zwei dasselbe tun. Das, was man für sich vielleicht beansprucht, würde man den Partner nicht zugestehen. Und doch kam bei den Texten oft auch zum Vorschein, dass es am Ende dann doch um eines geht: die Liebe.
Und Vertragen, das wissen wir doch alle, ist immer noch am schönsten.
Es war an diesem Abend aber nicht so, dass sich einfach nur ein Lacher an den nächsten reihte. Es waren eben auch nachdenkliche Texte dabei, die man erstmal sacken lassen musste.
Wenn die beiden in #Zeitraffer das gemeinsame Leben eines Paares erzählen, vom #Kennenlernen über die #Hochzeit, #Kinder, #Enkelkinder bis hin zum Tod dann hat man eben oft auch vor Augen, wie schnell alles vorbei ist.
Gerade die überspitzt dargestellten Szenerien des Familienlebens, zum Beispiel der Kindergeburtstag, brachten die Zuschauer zum Lachen. Es liegt aber auch vor allen Dingen an der Art und Weise wie Elena Uhlig und Fritz Karl diese Texte vortragen.
Und gerade dann, wenn es zweideutig und schlüpfrig wird, laufen die beiden zur Höchstform auf. Dann ist das Zusammenspiel aus Gestik, Text und Mimik besonders beeindruckend und komödiantisch.
Und so entwickelt sich ein wirklich amüsanter Abend einer Lesung, die in ihrer Mischung etwas ganz besonders ist. Das Publikum dankte es den beiden am Ende mit Standing Ovations.
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