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Elterntaxis vor der Grundschule: Für die einen eine Notwendigkeit, für die anderen eine Gefahr. Foto: ADAC Stiftung

Elterntaxis vor der Grundschule: Für die einen eine Notwendigkeit, für die anderen eine Gefahr

Von KWS, Automobiles, Straßenverkehr, 2.953 Views

#Elterntaxis vor der #Grundschule: Für die einen eine #Notwendigkeit, für die anderen eine #Gefahr

#München, 1. September 2026

In einigen Bundesländern hat die #Schule bereits wieder begonnen, und am morgigen Mittwoch startet auch das #Schuljahr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein Westfalen. Ein großes Thema gerade für #Eltern von Kindern im #Grundschulalter ist die Sicherheit des Schulwegs. Seit vielen Jahren in der Kritik: die Gefahrensituationen durch Elterntaxis. Eine aktuelle Umfrage der ADAC Stiftung macht aktuell wenig Hoffnung, dass sich die Zahl der Autos vor den Schulen in Zukunft verringern wird.

Trotz vielerorts kritischer Diskussionen bleiben #Elterntaxis das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für Grundschüler, die nicht zu Fuß gehen. Nahezu jedes vierte Kind wird in der Grundschule mehrmals pro Woche mit dem Auto zum Unterricht gefahren und nach Schulschluss wieder abgeholt. Für die Mehrheit der Eltern macht das dadurch entstehende Verkehrsaufkommen den Schulweg für alle #Kinder deutlich unsicherer. Das ist das Ergebnis der Eltern Umfrage »Sicherer Schulweg« der ADAC Stiftung.

In den ersten beiden Klassen gehen 58 Prozent der Grundschüler an mindestens 3 Tagen zu Fuß zur Schule. 12 Prozent nehmen öfters das #Fahrrad, 6 Prozent den #Tretroller. 25 Prozent der Kinder werden regelmäßig von den Eltern gefahren, aus Sicht der meisten Eltern zu viele. 61 Prozent der Eltern finden, dass zu viele Autos vor der Schule sind, die Kinder zur Schule bringen oder abholen.

Hauptgrund dafür ist, dass die Elterntaxis gefährliche Situationen heraufbeschwören, meinen 58 Prozent der Befragten. Gut die Hälfte der Grundschüler, die nicht mit dem Auto gebracht werden, wird mindestens gelegentlich von den Eltern zur Schule begleitet. Das wäre unnötig, wenn es weniger Elterntaxis gäbe, sagen 17 Prozent.

Allerdings kommen für die überwiegende Mehrheit der Eltern, die ihre Kinder regelmäßig fahren, Alternativen nicht in Frage. 2 Drittel von ihnen bezeichnen es als Notwendigkeit, ihre Kinder regelmäßig zur Schule zu bringen und von dort abzuholen. Die Begründungen sind zum Großteil praktischer Natur: 37 Prozent nennen #Anschlusstermine ihrer Kinder, 31 Prozent schlechtes Wetter, 27 Prozent die Verbindung mit eigenen Arbeitswegen oder Erledigungen und 18 Prozent den geringeren Zeitaufwand für die Kinder.

Die ADAC Stiftung empfiehlt Eltern, nach Möglichkeit auf Elterntaxis zu verzichten: »Zu Fuß gehen, Rollern und Radfahren schafft Bewegung, fördert Selbstständigkeit und intensiviert soziale Kontakte«, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. Ein guter Einstieg ist das mehrfache, gemeinsame Üben des Schulwegs, das laut Umfrage bereits 88 Prozent der Eltern vor der Einschulung unternehmen.

Am ehesten auf den Fa#hrservice für die eigenen Kinder verzichten würden Eltern, wenn die Infrastruktur des Schulwegs besser und der Zeitaufwand geringer wäre. Es erscheint angesichts der eher praktischen Gründe, die Eltern ihre Kinder chauffieren lassen, jedoch fraglich, ob der Anteil der Elterntaxis dadurch nennenswert eingeschränkt werden könnte. Seit die ADAC Stiftung die Eltern befragt (2023), verändern sich sowohl Anteil der Elterntaxis als auch Grad der Zustimmung beziehungsweise Ablehnung nur minimal.

»Neben den berechtigten Appellen, auf Elterntaxis zu verzichten, sollten Kommunen und Schulträger auch den Verkehrsraum vor den Schulen anpassen«, sagt Christina Tillmann. Die ADAC Stiftung empfiehlt etwa ausgewiesene Halte und Warteflächen abseits der Schuleingänge, den Ausbau der Rad und Gehwege, den verstärkten Einsatz von Schülerlotsen insbesondere in Schulnähe sowie falls notwendig auch den Einsatz von absoluten Halteverboten, um kritische Verkehrssituationen zu entzerren.

Nach der Grundschule verschieben sich die Anteile der Verkehrsmittel, mit denen Kinder zum Unterricht kommen: Der Weg zur weiterführenden Schule erfolgt nur noch bei 9 Prozent der Kinder per Elterntaxi. Tretroller kommen kaum noch zum Einsatz, dafür gewinnt das Fahrrad an Bedeutung (22 Prozent). Zumindest einen Teil des Weges zu Fuß gehen 52 Prozent, von denen mehr als zwei Drittel auch Schulbus oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Die ADAC Stiftung unterstützt mit der Initiative »Verkehrshelden« und ihrer Kampagne »Sicher zu Fuß zur Schule« Eltern, Lehrkräfte und Kinder beim Schulstart. Sie bietet praktische Tipps, interaktive Online Spiele (wie »Verkehrshelden unterwegs«) und Lehrmaterialien zur sicheren Bewältigung des Schulwegs.

Über die ADAC Stiftung

Die ADAC Stiftung setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame Hilfe erhalten.

Im #Mobilitätsbereich verbindet die ADAC Stiftung wissenschaftliche Analysen mit praxisnahen Programmen: Sie erforscht Einstellungen und Verhalten, entwickelt Konzepte für nachhaltige #Mobilität und vermittelt jedes Jahr rund 600.000 Kindern und Jugendlichen Mobilitätskompetenz. Mehr …

Über die Befragung

Grundlage der Ergebnisse ist eine Onlinebefragung (CAWI) von 1.000 Eltern von Schulkindern im Alter von 5 bis 15 Jahren, die den Schulweg ihres Kindes beurteilen können. Die Befragung wurde vom 22. Juni bis 2. Juli 2026 im Online Access Panel von Norstat durchgeführt. Die Stichprobe ist nach Bundesländern entsprechend ihres tatsächlichen Anteils bei Familien mit Kindern gewichtet. Durchführendes Institut: »#komma« Forschungsgesellschaft und Beratungsgesellschaft mbH.

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