Von KWS, Kunst und Kultur, Museen, 3.049 Views
Zwischen #Utopie, #Industrie und #Natur: Der September 2026 im Museum Wiesbaden
#Wiesbaden, 27. August 2026
Mit einer neuen Intervention des Berliner Künstlers Jan Muche, politischen Plakaten aus der Weimarer Republik, Jugendstil, Naturkunde sowie einem umfangreichen Begleitprogramm startet das Museum Wiesbaden in den September 2026. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung »Ein Schritt vor, zwei Schritt zurück«, die am Donnerstag, 10. September 2026, eröffnet wird.
Für seine Intervention »Ein Schritt vor, zwei Schritt zurück« nimmt Jan Muche unmittelbar Bezug auf Ilya Kabakovs begehbare Installation »Der Rote Waggon«. #Kabakov zeichnet darin Aufstieg und Niedergang der #Sowjetunion nach. Muche führt die darin angelegte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Utopien in die Gegenwart weiter.
Seine #Bilder, #Skulpturen und #Objekte beschäftigen sich mit Industrialisierung und Arbeit, Fortschrittsglauben und der Vorstellung einer besseren Zukunft. Wiederkehrendes Motiv seiner Malerei sind Stahlbaukonstruktionen. Zugleich geht es um Fragen von Gerechtigkeit, Verteilung und gesellschaftlicher Teilhabe – und damit um Themen, die weit über ihren historischen Ausgangspunkt hinausreichen. Die Intervention wird am Donnerstag, 10. September 2026, um 19 Uhr im Kabakov Raum eröffnet und ist vom 11. September 2026 bis zum 4. April 2027 zu sehen.
Politische Bilder und tödliche Gaben
Parallel dazu zeigt das #Museum mehrere Sonderausstellungen. Die Schau »Unter Druck – politische Plakate 1918–1933« wurde bis zum 22. November 2026 verlängert. Sie widmet sich dem politischen Plakat in den Jahren der Weimarer Republik und damit einem Medium, in dem politische Auseinandersetzungen besonders unmittelbar sichtbar wurden.
Noch bis zum 17. Januar 2027 läuft »Jugendstil und Symbolismus – Georg Lührig: ein Meister aus Dresden«. Einen völlig anderen Zugang bietet die naturkundliche Ausstellung »Gift – Tödliche Gaben«, die bis zum 4. April 2027 zu sehen ist. Ebenfalls längerfristig im Programm sind »Brutpflege – Liebe ohne Worte« bis zum 10. Januar 2027 sowie die Studienausstellung »Max und mini« bis zum 4. April 2027.
Von Schadstoffen bis Georg Forster
Begleitet werden die Ausstellungen im September von Vorträgen, Lesungen und Führungen. Am Dienstag, 8. September 2026, spricht Prof. Dr. Henner Hollert von der Goethe Universität Frankfurt über »Schadstoffe als Zeitbomben im Sediment«. Am Donnerstag, 17. September 2026, folgt die #Lesung »Wie die Natur unsere Nahrung und Gifte erfand« mit Markus Bennemann. Kurator Dr. Peter Forster stellt am 24. September 2026 unter dem Titel »Georg Lührig – ein Meister aus Dresden in Wiesbaden!« den Künstler und die Ausstellung näher vor.
Eine Verbindung von #Naturwissenschaft, #Geschichte und #Literatur schafft am 17. September außerdem die Reihe »Natur trifft Literatur«. Biologe und Kurator Fritz Geller Grimm erinnert an eine vor 254 Jahren begonnene Weltumseglung und stellt Stationen aus dem Leben Georg Forsters vor. Illustrierte Erstausgaben aus der Bibliothek und Objekte aus der Sammlung bilden den Ausgangspunkt für einen Blick auf Forster und den britischen Seefahrer und Kartografen James Cook, die als Wegbereiter der europäischen Völkerkunde gelten.
Einen ungewöhnlichen Brückenschlag zur Popkultur versucht das Museum unter der Überschrift »Swifties aufgepasst!«. In mehreren Führungen geht es um #Ophelia, ihre Geschichte und ihre unterschiedlichen Darstellungen in der #Kunst. Gefragt wird dabei auch, weshalb die #Shakespeare Figur bis heute eine solche Faszination ausübt.
Die Führungen finden am 4. September 2026 von 15 bis 16 Uhr sowie am 5. September 2026 in 2 halbstündigen Kinderführungen statt. Ein weiterer Termin ist für den 10. Oktober 2026 vorgesehen; die Führung am 6. September 2026 ist bereits ausgebucht.
Auch #Familien und #Kinder stehen im September mehrfach im Mittelpunkt. Zum #Weltkindertag am Sonntag, 20. September 2026, führt das Museum unter dem Motto »Starke Kinder. Starke Zukunft« zu Werken mutiger Künstler. Am selben Nachmittag beschäftigt sich das Offene Atelier für Familien mit der Frage, wie aus Erde Farbe und schließlich ein Bild werden kann. Daneben läuft samstags die Museumswerkstatt für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.
Museum Wiesbaden, Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, Friedrich Ebert Allee 2, 65185 Wiesbaden, geöffnet dienstags, mittwochs sowie freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 21 Uhr; montags geschlossen, mehr …
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