Von KWS, Kunst und Kultur, Kunst, 4.912 Views
Nicht sehen. Sondern fühlen. Ein außergewöhnliches Kunstprojekt.
#Detmold, #Lemgo, 23. Juli 2026
#Kunst muss nicht nur gesehen werden. Sie kann berührt, ertastet und mit allen Sinnen erlebt werden. Genau darum geht es bei dem inklusiven Kunstprojekt »Nicht sehen. Sondern fühlen.«, das der Künstler Antonio Ugia anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Lippischen Blindenvereins und Sehbehindertenvereins ins Leben gerufen hat.
Seit Februar 2026 arbeitet Antonio Ugia gemeinsam mit #blinden und #sehbehinderten #Künstlern in Detmold. Mit #Pigmenten, #Farben, #Spachteltechniken, #Leinwänden, #Blattgold und unterschiedlichen Materialien sind ausdrucksstarke abstrakte Werke mit fühlbaren Oberflächen entstanden.
Jedes #Kunstwerk trägt die Ideen, Empfindungen und die Persönlichkeit eines Menschen in sich. Die Werke dürfen nicht nur betrachtet, sondern ausdrücklich berührt und ertastet werden. Dadurch entsteht eine Form der Kunst, die Menschen mit und ohne Sehvermögen miteinander verbindet.
»Ich habe in diesem Projekt außergewöhnliche Menschen kennengelernt«, sagt Antonio Ugia. »Wir haben nicht nur gemeinsam Kunst geschaffen, sondern viel miteinander gesprochen, voneinander gelernt und sehr viel Freude gehabt. Es sind beeindruckende Werke entstanden, auf die alle Beteiligten stolz sein können.«
Besondere Fähigkeiten brauchen #Öffentlichkeit
Das Projekt zeigt, dass Menschen mit Behinderungen nicht auf ihre Einschränkungen reduziert werden dürfen. Sie besitzen Fähigkeiten, Kreativität, Erfahrung und den Wunsch, ihre #Arbeit der #Öffentlichkeit zu präsentieren.
Es geht dabei nicht um Mitleid. Es geht um Anerkennung, Begegnung und echte gesellschaftliche Teilhabe.
Die Teilnehmer sind Künstler. Sie haben etwas Eigenständiges und Außergewöhnliches geschaffen. Nun erhalten sie die Möglichkeit, ihre Werke einem größeren Publikum zu zeigen und zu erleben, wie ihre Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird.
Antonio Ugia verbindet mit den Ausstellungen deshalb einen deutlichen gesellschaftlichen Appell: »Wir dürfen Menschen, die Unterstützung benötigen, nicht vergessen. Inklusion darf auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht zur Kürzungsmasse werden. Diese Menschen gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft. Wir müssen ihnen zuhören, ihre Fähigkeiten wahrnehmen und ihnen Möglichkeiten eröffnen. Gemeinsam können wir sehr viel erreichen.«
Eine Einrichtung, die weit mehr leistet
Der Lippische Blindenverein und Sehbehindertenverein bietet blinden und sehbeeinträchtigten Erwachsenen mit zusätzlichen Behinderungen individuelle Arbeitsplätze und unterschiedliche Wohnangebote und Unterstützungsangebote.
In den #Werkstattbereichen werden unter anderem Montageaufträge und Verpackungsaufträge ausgeführt. Gerade für Unternehmen aus der heimischen Möbelindustrie können sich hier interessante Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben.
Auch die #Druckerei der Einrichtung bietet ein vielseitiges Leistungsspektrum: von #Visitenkarten, #Briefpapier und #Flyern über #Broschüren, #Kalender und #Plakate bis hin zur #Weiterverarbeitung, #Kuvertierung und zum #Versand. Auf Wunsch können Informationen außerdem in #Brailleschrift ergänzt oder vollständig in #Braille hergestellt werden.
Damit richtet sich der Bericht ausdrücklich auch an #Unternehmen, #Banken, #Möbelhersteller, #Verwaltungen, #Städte u#nd Kommunen: Wer #Druckaufträge, #Montagearbeiten, #Verpackungsarbeiten oder andere geeignete Leistungen zu vergeben hat, kann mit einem Auftrag nicht nur hochwertige Arbeit erhalten, sondern gleichzeitig Arbeitsplätze und gesellschaftliche Teilhabe unterstützen.
Auch ein Besuch der Einrichtung kann neue Perspektiven eröffnen. Ein Kennenlernen der Werkstätten oder ein Tag der offenen Tür könnte vielen Menschen zeigen, wie vielfältig, professionell und wertvoll die dort geleistete Arbeit ist.
Zwei Ausstellungen – Kunst zum Anfassen
Die entstandenen Kunstwerke werden im September 2026 in zwei besonderen Ausstellungen präsentiert.
Ausstellung in Lemgo
Eröffnung Donnerstag, 3. September 2026, 15 Uhr, Haus Wippermann, Kramerstraße 5, 32657 Lemgo, Ausstellungsdauer 3. September bis 8. November 2026, die Eröffnung in Lemgo wird von einer Pianistin musikalisch begleitet …
Ausstellung in Detmold
Eröffnung Montag, 7. September 2026, 15 Uhr, Alte Schule am Wall, Wall 5, 32756 Detmold, Ausstellungsdauer 7. September bis 8. November 2026, in Detmold sorgt ein Gitarrist und Sänger für die musikalische Begleitung …
Bei beiden Eröffnungen werden das Projekt und die beteiligten Künstler vorgestellt. Die Gäste sind zu einem gemeinsamen Rundgang, zu Begegnungen und persönlichen Gesprächen eingeladen. Die Volkshochschule Detmold Lemgo unterstützt die Empfänge und stellt die Getränke bereit.
Ein gemeinsames Projekt mit vielen Unterstützern
Ein Projekt dieser Größe kann nur gelingen, wenn viele Menschen und Einrichtungen zusammenarbeiten. Dr. Sonja Girod von der Volkshochschule Detmold Lemgo begleitet die Planung und Organisation der Ausstellungen mit großem Engagement. Die #Volkshochschule hat Plakate und Flyer vorbereitet, unterstützt die Verteilung der Informationen und wird auch die Presse rechtzeitig über die Ausstellungen informieren.
Temukisa Grundhöfer begleitet das Projekt und unterstützt die Teilnehmer bei der weiteren Fertigstellung der Kunstwerke.
Der Fotograf Andreas Leber hat die gemeinsame Arbeit von Anfang an mit professionellen Aufnahmen dokumentiert und umfangreiches Bildmaterial und Informationsmaterial vorbereitet. Er wird auch bei den Ausstellungen fotografieren und Videos erstellen, damit die besonderen Begegnungen und die entstandenen Werke dauerhaft festgehalten werden.
Ein Bielefelder Verlag unterstützt die öffentliche Bekanntmachung. Eine Einladungspostkarte wird über das Verteilernetz des Verlags verbreitet. Zudem wird das Projekt in einem Kunstmagazin angekündigt, das zahlreiche kunstinteressierte und kulturinteressierte Menschen in Ostwestfalen Lippe und #Münster erreicht.
Hochwertige Materialien für hochwertige Kunst
Ein besonderer Dank gilt der Karla Wagner Stiftung aus Gütersloh. Sie hat das Projekt mit hochwertigen Farben, Leinwänden und weiteren künstlerischen Materialien unterstützt und sorgt mit dem Printmagazin und Onlinemagazin »#NOW« ebenfalls für Öffentlichkeit.
Diese Hilfe hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Künstler ihre Ideen in dieser Qualität umsetzen konnten. Auch die publizistische Begleitung und die Unterstützung bei Zeitungsberichten und Magazinberichten sind für das Projekt von großer Bedeutung.
Aus einem bereits bestehenden Kontakt ist eine vertrauensvolle und wertvolle Zusammenarbeit entstanden. Antonio Ugia und alle Beteiligten hoffen sehr, diese Verbindung auch über die Ausstellungen hinaus fortsetzen und künftig weitere gemeinsame Projekte verwirklichen zu können.
Kunst kann Türen öffnen
Das Projekt »Nicht sehen. Sondern fühlen.« endet nicht mit dem Aufhängen der Bilder. Es soll Türen öffnen: für weitere kulturelle Angebote, für neue Ausstellungen, für Begegnungen und vielleicht auch für neue Kontakte zwischen der Einrichtung und regionalen Unternehmen.
Antonio Ugia wünscht sich, dass das Thema auch 2027 weitergeführt wird und weitere Ausstellungen in Lemgo, Detmold und anderen Städten entstehen können.
»In unseren Städten wird noch immer zu wenig für blinde, sehbehinderte und andere Menschen mit Behinderungen angeboten«, erklärt der Künstler. »Kunst kann Aufmerksamkeit schaffen. Sie kann Menschen zusammenbringen und zeigen, was möglich ist, wenn wir nicht übereinander, sondern miteinander sprechen.«
Die beiden Ausstellungen laden deshalb nicht nur Kunstinteressierte ein. Sie richten sich ebenso an #Bürgermeister, Vertreter aus #Politik und Verwaltung, Banken, Stiftungen, Unternehmen, soziale Einrichtungen und alle Menschen, die gesellschaftliche Teilhabe konkret unterstützen möchten.
Die Besucher erwartet keine gewöhnliche Ausstellung. Sie erwartet #Kunst, die berührt – im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Die Künstlerische Projektleitung trägt Antonio Ugia …
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