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Fotos: Hartmut Brand

Brands Kultur Check: »90s Super Show« im Schlosspark und Auenpark Paderborn am 18. Juli 2026

Von Hartmut Brand, Kunst und Kultur, Feuilleton, 6.616 Views

#Brands #Kultur #Check: »90s Super Show« im Schlosspark und Auenpark Paderborn am 18. Juli 2026

#Lippstadt, 19. Juli 2026

Der Himmel über dem #Schlosspark und #Auenpark #Paderborn war schon zu Beginn der »90s Super Show 2026« bewölkt, doch die Gäste trugen die Partysonne der 90er in ihren Herzen und so war es nicht verwunderlich, dass das Wetter hielt und es abgesehen von ein paar kleinen Tropfen trocken blieb.

Als Tour DJ hatte »DJ Judge« den Zuschauern schon eine Stunde lang eingeheizt, ehe es dann mit dem ersten Act losging.

»#Bellini« machten den Auftakt eines Abends, der die Zuschauer zurück in die Zeit der #Tamagotchis, #Buffalos und #Großraumdiskotheken führte. Mit dabei war Original Bandmitglied Dandara Santos Silver, die zusammen mit 2 Sängerinnen und einer Tänzerin das Gefühl von Copacabana auf die Bühne brachte und natürlich durfte auch dabei ihr Tophit aus dem Jahre 1997 »Samba de Janeiro« nicht fehlen.

Es folgte ein Act, auf den ich mich persönlich am meisten gefreut hatte, denn das »Captain Hollywood Project« gehörte zu meinen 90ern einfach mit dazu. Willie Bivins und vor allen Dingen Sängerin Lisa Becker zogen die Zuschauer mit ihren Stimmen und ihrer Bühnenpräsenz gleich in den Bann und wenn man mal rechts und links schaute, so sah man in manches Gesicht mit geschlossenen Augen, wo sich so mancher in diese Zeit der fantastischen 90er zurückwünschte.

Neben Top Hits wie »More and More« und »Only With You» von der Debüt LP »Love Is Not Sex« durften natürlich auch andere Songs wie »Find Another Way«, 1995 immerhin auf Platz 2 der deutschen #Charts, nicht fehlen.

Danach betrat mit »DJ Tomek« ein weiterer internationaler Star der 90er die Bühne. Natürlich durften hier Hits wie »#Kimnotyze« oder mein persönlicher Favorit »1, 2, 3 Rhymes Galore (From New York to Germany)« nicht fehlen. Aber DJ #Tomek nahm die Zuschauer an den Turntables auch mit auf eine Zeitreise in die Welt des amerikanischen Raps und des deutschen Hip Hops, so dass »Gangsters Paradise« von »#Coolio« ebenso zu hören war wie »#Cruisen« von »Massive Töne«.

Moderatorin des Abends war »T Seven« von »Mr. President«, die das auf eine unglaubliche charmante und mitreißende Art machte. Zwischenzeitlich begeisterte sie immer mal wieder mit einigen Tanzeinlagen. Aber natürlich durfte auch ihr Auftritt als Mr. President nicht fehlen und wen bis zu diesem Zeitpunkt – warum auch immer – noch nicht das 90er Jahre Feeling gepackt hatte, der wurde spätestens mit »Coco Jambo« wie mit einer Welle mitgerissen und spätestens jetzt stand die Hütte Kopf.

Was danach folgte war kein weiterer Auftritt, es war ein Naturspektakel, denn  plötzlich tauchten aus dem Publikum die Bandmitglieder von »#Rednex« auf, die dann in den folgenden 30 Minuten eine Show aufs Tapet zauberten, bei der man Angst um die komplette Bühneneinrichtung hatte. 

Nicht nur die Fans der Band sahen sich aber an diesem Abend wieder einmal bestätigt, dass man dieser unglaublich sympathischen Band Unrecht tut, sie immer nur auf »Cotton Eye Joe« zu reduzieren. Und dass sie auch ganz anders können, zeigten die »Rednex« mit »Wish You Were Here« bei der Frontfrau Mia »Whippy« Löfgren noch einmal mit ihrer Stimme brillierte und sich erstmalig am Abend die #Handy #Taschenlampen ihren Weg in den Abendhimmel bahnten.

Bei vielen Bands der 90er erfolgte in den Jahren eine Fluktuation der Bandmitglieder. »#Masterboy« und »Beatrix Delgado« traten an diesem Abend in der Originalbesetzung des Jahres 1993 auf. Tommy Schleh mit #Rap und #Gesang, Enrico Zabler an den Keyboards und die großartige Beatrix Delgado als Frontfrau, das ist schon eine Zusammensetzung die Klasse hat. Und nicht nur bei den Top Hits wie »Feel the Heat of the Night« oder »Is this the Love« konnten viele Zuschauer den Text mitsingen. Und so schwappte die Begeisterung von der Bühne ins Publikum und von dort wieder zurück. Es war einfach ein unfassbar cooler Moment, diese Band live auf der Bühne zu erleben.

Dann wurde es laut, denn nun kamen auch die #Techno Enthusiasten auf ihre Kosten, die seiner Zeit mit Trillerpfeifen auf den Boxen in den Diskotheken standen. Der nächste Act war »#Aquagen«, der in seinem DJ Set nicht nur seinen 90er Hit »Warum seid ihr so leise?« mitgebracht hatte, sondern eben auch Songs wie »Hard to Say I’m Sorry« und »Everybody’s Free«, die Anfang der 2000er für Furore sorgten.

Als Überraschung hatte »Aquagen« Toni Mogens mitgebracht, mit dem er den Song »#Explode« auf die Bühne brachte. Aquagen wird auch beim diesjährigen »Parookaville Festival« mit dabei sein, was auch noch einmal den Stellenwert dieser 90s Super Show widerspiegelt.

Vorletzter Act des Abends war Lou Bega der, begleitet von seinen Tänzerinnen, noch einmal eine große Menge gute Laune auf die Bühne brachte. Seinen internationalen Top Hit »Mambo No. 5« brachte er gleich zweimal zum Besten, aber auch er spannte zum Beispiel mit »Sweet like Cola« den Bogen in die 2000er Jahre. Und als besonderes Schmankerl gab es noch mit »Scatman & Hatman« eine Hommage an den inzwischen leider verstorbenen #Scatman #John, was dann auch noch einmal für eine schöne Stimmung im Schlosspark und Auenpark sorgte.

Zum Schluss des Abends sorgte dann »Captain Jack« dafür, dass die Zuschauer auch nach viereinhalb Stunden immer noch in #Partylaune und #Tanzlaune blieben. Natürlich bleibt irgendwie Frankie Gee, immer der eine »Captain Jack«, aber Bruce Lazy, der seit 2008 Frontmann der Band ist, mach das wirklich großartig. Und dazu brilliert Illi Love, die seit 2020 wieder mit dabei ist und die auch schon in der Zeit von 2001 bis 2004 an der Seite von Captain Jack stand, mit ihrer fantastischen Stimme und ihrer Bühnenpräsenz, mit der sie immer wieder das Publikum mit einbezieht, das dementsprechend frenetisch mitgeht.

Neben den Top Hits »Captain Jack« oder »Drill Instructor« schlugen auch »Captain Jack« mit zum Beispiel »Iko Iko« den Bogen in die 2000er, aber um die Jahrhundertwende ging der Partyflow sowieso fließend ineinander über.

Nach dem Ende des Auftritts von »Captain Jack« lagen insgesamt 6 Stunden 90s Feeling hinter uns und man konnte den ganzen Abend über im Publikum bemerken, wie jeder zu irgendeinem Song bestimmte Erinnerungen verband und so war es ein wundervolles Deja Vu in einer Zeit, wo nicht alles, aber doch vieles besser war.

Die weiteren Termine der »90s Super Show« gibt es online …

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