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Foto: Archiv

Geruchtstunnel von Ólafur Elíasson im Botanischen Garten Gütersloh

Der #Geruchstunnel von Ólafur Elíasson im Botanischen Garten Gütersloh

Der Künstler Ólafur Eliasson ist weltweit für seine spektakulären Inszenierungen bekannt: Ausgefallene Ideen wie »The Weather Project« – Wasserkaskaden in New York, die sich an verschiedenen Stellen, etwa von der Brooklyn Bridge aus in den East River ergießen – setzt der Däne auf seine Art um. Olafur Eliasson spielt mit Phänomenen der Natur – Licht, Wasser, Gerüche und deren Reflexionen stellt er in eine neue Dimension. Auch im #Botanischen #Garten #Gütersloh hat das künstlerische Multitalent seine Spuren hinterlassen: Im Rahmen des #Expo Projekts »#Garten #Landschaft #OWL« hat Eliasson im Jahr 2000 einen »Geruchstunnel« entworfen. Die spezielle Anordnung der stark riechenden Pflanzen erzeugt ein einzigartiges Dufterlebnis. Seit 12 Jahren definieren sich die duftenden Pflanzen an dem transparenten zwölfeckigen Stahlgerüst zu jeder Jahreszeit neu. Ein Geruchsspiel der besonderen Art, das nicht langweilig wird.

An dem polierten Stahl ranken die schönsten Kletterpflanzen hoch und doch bleibt der Gesamteindruck der klaren Form erhalten. Der »Tunnel« erweist sich als schmaler Laubengang mit einer Mittelinsel, auf deren Rund Besucher ebenfalls Duftkompositionen einatmen können, die sonst wohl eher selten nebeneinander zu finden sind. Denn Eliasson setzt mitnichten nur auf #Kletterrosen und #Lavendel. Sein »Gerüche Kosmos« umfasst Pflanzen, deren Namen allein schon wie Poesie klingen: Alyssum montanum, Convallaria majalis, Viola odorata oder Lilium candidium, narcissus Poeticus und Lonicera Japonica.

Ólafur Eliasson

Der 45 jährige dänische Künstler mit isländischer Herkunft hat heute sowohl einen Wohnsitz in Berlin als auch in Kopenhagen. Schon während seines Kunststudiums an der Königlichen Dänischen Kunstakademie knüpfte er die ersten Kontakte nach Deutschland: Er stellte bei befreundeten Galeristen in Berlin aus und gelang wenige Jahre später an die Universität der Künste. Der Künstler hält seine Lehrveranstaltungen allerdings nicht an der Universität ab, sondern arbeitet mit den Studenten in seinen eigenen Räumlichkeiten: Eliasson betreibt ein Studio in einer alten Fabrikhalle, wo sich seine Mitarbeiter um die Umsetzung seiner künstlerischen Ideen kümmen.

Eliassons Kunstwerke sind prägend und meistens von tiefer Bedeutung. Unter anderem färbte Eliasson zahlreiche Flüsse an verschiedenen Orten der Welt mit ungiftigen Farbstoffen ein. Das Projekt »Green River« lief über einen Zeitraum von drei Jahren und weckte so die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Auch die Erstellung des Dufttunnels für den Botanischen Garten Gütersloh ist ein Meilenstein in seiner künstlerischen Laufbahn.Neben einer außergewöhnlichen Treppe schuf er eine Glasfassade für die bayerische Staatsoper. In Frankfurt am Main hingegen setzte er mit ausgefallenen Lichtinstallationen neue Maßstäbe.

Seine vielfältigen Projekte rund um das Thema Natur finden zahlreich Anklang: Mit seinen Ausstellungen in #Venedig, #New #York, #London sowie in #Karlsruhe, #Hamburg, #Wolfsburg, #Berlin, #München oder #Frankfurt am Main hat er weltweites Ansehen erlangt. Das spiegelt sich auch in zahlreichen Ehrungen wider. 1997 erhielt er den #Bremer #Kunstpreis, 5 Jahre später wurde er für den »#Hugo #Boss Price« nominiert. 2006 zeichneten ihn die Österreicher mit dem »Friedrich Kiesler Preis« aus, mit dem seine Leistungen im Bereich #Kunst und #Architektur hervorgehoben wurden. Gleich 2 große Auszeichnungen erhielt er in #Dänemark: 2006 bekam er dort den Kulturpreis des dänischen Kronprinzenpaares überreicht und im darauffolgenden Jahr noch den »#Joan Miró Preis«.

Adresse

Geruchstunnel von Ólafur Elíasson im Botanischen Garten Gütersloh
Badstraße
33332 Gütersloh

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