Von KWS, Kunst und Kultur, Museen14.487 Views
Gladiatoren im Freilichtmuseum Oerlinghausen, 30. August 2026
#Oerlinghausen, 11. August 2026
Am Sonntag, 30. August 2026, gibt es im Freilichtmuseum Oerlinghausen #Gladiatorenkämpfe. Die Hamburger Gruppe »LVDVS Nemesis« hat Gladiatorengruppen aus dem Inland und Ausland zu einem Treffen in der Oerlinghauser Anlage eingeladen. Demonstriert wird die römische #Gladiatur, aber auch das, was der moderne Gladiatorensport daraus macht. Gemeinsam mit den Zuschauern wird kritisch reflektiert, was das antike Publikum an dem Blutspektakel so sehr faszinierte.
Gladiatoren waren die Musialas und Wirtze der Antike. Ihre Kämpfe sind nicht nur sinnloses Gemetzel, sondern hochorganisierte Sportevents mit klaren Regeln, so wie heute #Fußball funktioniert. Die Kämpfe von »LVDVS Nemesis« finden ohne Choreografie statt, das heißt der Schlagabtausch ist spontan. Die Ausrüstung und die Paarungen der einzelnen Gladiatorentypen haben ihre Grundlagen in den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Unterschiedliche Waffengattungen treten gegeneinander an: Zum einen der massive Murmillo mit seinem überdimensionierten #Helm, der Schwerthiebe abgleiten lassen soll – mit #Schwert, breitem Gürtel und schwerem Schild. Und als Gegner der wendige, nahezu ungeschützte Retiarius, der lediglich mit Dolch, Netz und Vierzack kämpft. Beliebt waren auch Kämpfe des Murmillo gegen den so genannten Thraex mit seinem nur faustgroßen Schild. Diese Gladiatorenfigur geht auf thrakische Kriegsgefangene zurück. Wie die Thraker (ein Stamm im heutigen Nordgriechenland) trug der Thraex gesteppte Hosen und einen eleganten Helm. DER Thraex ist nicht ganz richtig, denn auch Frauen kämpften in der Arena.
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