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Akkordeon Grundlagen: der ultimative Leitfaden für Anfänger

Von KWS, Kunst und Kultur, Musik, 2.432 Views

Akkordeon Grundlagen: der ultimative Leitfaden für Anfänger

Das Akkordeon erzeugt einen vollen, reichen Klang, der die Aufmerksamkeit jedes Publikums auf sich zieht. Ob Sie nun Volksmusik, Jazz oder klassische Musik mögen – das Erlernen des Akkordeons eröffnet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, vor Publikum aufzutreten. Doch auch wenn Sie gar nicht öffentlich spielen möchten, ist das Akkordeon ein wunderbares, vielseitiges Instrument, dessen Beherrschung sich lohnt.

Das einzige Problem ist, dass die meisten Anfänger kaum etwas über dieses Instrument wissen – genau hier setzt dieser Blogbeitrag an.

Beginnen wir mit den Grundlagen.

Was ist ein Akkordeon?

Das Akkordeon ist ein kastenförmiges Musikinstrument, dessen Töne durch schwingende Stimmzungen erzeugt werden; diese werden durch den Luftstrom eines handbetriebenen Balgs in Schwingung versetzt. Der Spieler bewegt den Balg (durch Zusammendrücken und Auseinanderziehen) und betätigt gleichzeitig Tasten oder Knöpfe auf beiden Seiten des Instruments, um mit der einen Hand Melodien und mit der anderen Bassnoten zu spielen. Als Instrument aus der Familie der Durchschlagzungeninstrumente ist das Akkordeon für seine Mobilität und Vielseitigkeit bekannt. Es eignet sich für unterschiedlichste Musikrichtungen wie europäische Volksmusik, Tango, Jazz, Klassik und sogar irische Folkmusik. Sein unverwechselbarer, »atmender« Klang macht es in vielen Kulturen zu einem beliebten Instrument.

Arten von Akkordeons

Werfen wir nun einen Blick auf die verschiedenen Akkordeonarten.

1. Diatonisches Akkordeon

Die erste Art ist das diatonische Akkordeon, das je nach Balgrichtung unterschiedliche Töne erzeugt. In gewisser Weise ähnelt es einer Mundharmonika. Da es meist auf bestimmte Tonarten gestimmt ist, eignet es sich hervorragend für Volksmusik, Cajun und traditionelle Tanzmusik. Dank seiner kompakten und anfängerfreundlichen Bauweise ist es in der irischen, mexikanischen und osteuropäischen Musiktradition sehr beliebt, da es einen lebhaften, rhythmischen Klang erzeugt.

2. Chromatisches Akkordeon

Beim chromatischen Akkordeon sind die Knöpfe so angeordnet, dass alle 12 Töne der chromatischen Tonleiter gespielt werden können – unabhängig von der Balgrichtung. Dadurch ist es wesentlich vielseitiger als das zuvor genannte Modell. Dieser Akkordeontyp kommt häufig in der Klassik, im Jazz und bei komplexen musikalischen Darbietungen zum Einsatz. Es erfreut sich besonders in der russischen, französischen und skandinavischen Musikszene großer Beliebtheit. Auch wenn es vielseitiger ist, erfordert es mehr Übung, um es zu beherrschen.

3. Piano Akkordeon

Das Piano Akkordeon verfügt auf der Diskantseite (der Seite für die Melodie) über eine Klaviatur anstelle von Knöpfen; damit ist es eine gute Wahl für Pianisten, die auf dieses Instrument umsteigen möchten. Die Töne bleiben unabhängig von der Balgbewegung gleich, was die Lernkurve zweifellos vereinfacht und verkürzt. Von Pop bis Klassik ist es in den meisten Musikgenres fest etabliert und somit vielseitig einsetzbar.

4. Knopfakkordeon

Beim Knopfakkordeon wird die Klaviatur auf der Diskantseite durch Knopfreihen ersetzt. Dies macht die Bauweise noch kompakter und erleichtert den Wechsel zwischen den Tönen. Das Knopfakkordeon ist in der Volksmusik, im Tango und in osteuropäischen Musikstilen weit verbreitet. Auch wenn die Lernkurve etwas steiler sein mag, belohnt das Instrument den Spieler mit höherer Geschwindigkeit und größerer Beweglichkeit.

Wie funktioniert ein Akkordeon?

Nachdem Sie nun die verschiedenen Arten kennen, ist es an der Zeit, die Funktionsweise des Akkordeons zu verstehen. Das Grundprinzip besteht darin, dass der Spieler den Balg auseinanderzieht und zusammendrückt, um Luft über Metallzungen zu leiten; diese beginnen zu schwingen und erzeugen so den Ton. Durch das Drücken von Tasten oder Knöpfen werden bestimmte Luftwege geöffnet, wodurch die jeweils schwingenden Stimmzungen ausgewählt werden. Die rechte Hand spielt die Melodie, während die linke Hand über das Stradella System die Basstöne und Akkorde steuert.

Fazit

Falls Sie bisher nicht wussten, wie ein Akkordeon funktioniert oder welche Arten es gibt, haben Sie sich mit diesem Blogbeitrag einen Wissensvorsprung gegenüber den meisten Anfängern verschafft. Da Sie nun besser über das Instrument Bescheid wissen, wird Ihnen das Erlernen leichter fallen.