Von Jörn Kriebel, Save the Ocean, Tiere, Pflanzen, Natur, Tierschutz, 4.330 Views
Diskussion um die #Kostenübernahme im Fall des Buckelwals »Hope«
#Solms, 28. Juli 2026
Die vom Landtag Mecklenburg Vorpommern veröffentlichte Drucksache 8/6435 wirft zahlreiche Fragen zur Finanzierung und Verantwortung im Fall des Buckelwals »#Hope« auf. Aus der Antwort der #Landesregierung geht hervor, dass allein im Geschäftsbereich des Ministeriums für #Klimaschutz, #Landwirtschaft, ländliche Räume und #Umwelt Kosten in Höhe von 47.390,01 Euro entstanden sind. Darin enthalten sind unter anderem Übernachtungskosten für Vertreter der Landesbehörden, Kosten für Voruntersuchungen einer möglichen Walbergung sowie Ausgaben für Spezialequipment. Hinzu kommen weitere 395,03 Euro für Anmietungen durch die Landespolizei. Gleichzeitig erklärt die Landesregierung, dass die Bearbeitung des Gesamtsachverhalts noch nicht abgeschlossen sei und zu den bei Dritten entstandenen Kosten keine Angaben gemacht werden könnten.
Aus der Drucksache geht außerdem hervor, dass der Transport des lebenden Buckelwals in Richtung #Nordsee beziehungsweise #Nordatlantik mit einem Schleppverband aus #Lastkahn (#Barge) und #Schlepper durchgeführt wurde. Nach Angaben der Landesregierung lagen die Verantwortung und die Durchführung dieses Transportes vollständig bei einer privaten Initiative. Die #Landespolizei begleitete den Transport lediglich im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur Überwachung der Transportwege.
Die Landesregierung erklärt darüber hinaus, dass nach dem Verlassen der Küstengewässer Mecklenburg Vorpommerns keine Zuständigkeit des Landes mehr bestanden habe. Deshalb seien weder wissenschaftliche Untersuchungen am #Wal durchgeführt worden, noch lägen Zuständigkeiten für weitere Untersuchungen vor. Auch zu den Ursachen der Strandung gebe es nach Aussage der Landesregierung keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse. Zwar würden Infrastrukturmaßnahmen wie #Offshore #Windparks als mögliche Stressfaktoren angesehen, eindeutige Belege für einen Zusammenhang mit der Strandung des Buckelwals lägen jedoch nicht vor.
Die veröffentlichten Angaben werfen aus Sicht vieler Beobachter dennoch zahlreiche Fragen auf. Kritiker fragen sich, warum erhebliche öffentliche Mittel für Voruntersuchungen, Spezialequipment und den Einsatz verschiedener Landesbehörden eingesetzt wurden, während gleichzeitig betont wird, dass die Durchführung des Transportes vollständig in der Verantwortung einer privaten Initiative gelegen habe. Zudem bleibt unklar, welche weiteren Kosten außerhalb der Landesverwaltung entstanden sind und wer diese letztlich tragen soll.
Sollte tatsächlich gefordert werden, dass Frau Walter Mommert die Kosten des Einsatzes übernehmen soll und nicht das Land Mecklenburg Vorpommern, würde dies nach Ansicht der Kritiker erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit einer solchen Forderung aufwerfen. Sie vertreten die Auffassung, dass zunächst transparent offengelegt werden müsse, auf welcher rechtlichen Grundlage eine Kostenforderung gegen eine Privatperson erhoben werden soll und welche Verantwortung das Land selbst aufgrund seiner umfangreichen Beteiligung trägt.
Kritiker weisen darauf hin, dass Minister Dr. Till Backhaus nach Angaben der Landesregierung persönlich die Gesamtkoordination des behördlichen Handelns übernommen habe. Gleichzeitig waren mehrere Landesbehörden, das Staatliche Amt für #Landwirtschaft und #Umwelt, das #Landesamt für #Umwelt, das Landesamt für #Landwirtschaft, das #Wasserstraßenamt und #Schifffahrtsamt sowie die Landespolizei in den Einsatz eingebunden. Vor diesem Hintergrund wird die Forderung erhoben, dass zunächst alle Entscheidungen und die Kostenverteilung vollständig offengelegt werden, bevor über mögliche finanzielle Forderungen gegenüber Dritten gesprochen wird.
Die Privatinitiative »Save the Ocean« äußert sich kritisch gegenüber Umweltminister Till Backhaus und der Landesregierung: »Es entsteht der Eindruck, dass die Landesregierung ihre eigenen Kosten nicht übernehmen möchte und stattdessen versucht, die Verantwortung und finanzielle Belastung in Richtung von Frau Walter Mommert zu verschieben. Dies ist aus Sicht vieler Beobachter nicht nachvollziehbar, da Frau Walter Mommert mit ihrer Privatinitiative, und das #Team Hope sowie weiteren Unterstützern bereits erhebliche Kosten selbst getragen und bezahlt hat. Gleichzeitig sieht Umweltminister Till Backhaus offenbar nicht ein, dass die Kosten der beteiligten Behörden vom Land übernommen werden sollten. Dies wirft die Frage auf, warum eine Privatinitiative finanziell belastet werden soll, während staatliche Stellen ihre eigenen Ausgaben nicht übernehmen wollen. Wenn diese Behörden am ersten Tag richtig reagiert hätten, wäre es möglicherweise nicht so weit gekommen. ›Hope‹ lag 28 Tage dort, und es entstand der Eindruck, dass man ihn lieber tot sehen wollte, als ihm zu helfen. Die gesamten Behörden haben versagt, ebenso wie Till Backhaus und die #ITAW.«
»Hope« verbrachte insgesamt auf der #Insel #Poel
28 Tage
672 Stunden
40.320 Minuten
2.419.200 Sekunden
Man sollte außerdem nicht vergessen, was Till Backhaus am 1. April 2026 öffentlich gesagt hat: »Wir haben eine Vereinbarung mit dem Meeresmuseum.« Zu diesem Zeitpunkt war Hope noch am Leben und die Maßnahmen rund um den Buckelwal liefen noch. Aus Sicht der Privatinitiative »Save the Ocean« wirft diese Aussage Fragen auf. Jörn Kriebel kritisiert, dass bereits damals der Eindruck entstanden sei, »Hope« solle in das #Meeresmuseum gebracht werden. Er vertritt die Auffassung, dass dort erhebliche finanzielle Interessen bestanden hätten, falls »Hope« dort verendet wäre.
Jörn Kriebel erklärt dazu: »Genauso gut hätte Till Backhaus die Tage auch zelten können, anstatt ein #Ferienhaus zu nutzen und #Wasser und #Brot zu essen. Warum musste er die Landespolizei einsetzen? Für die Kosten der Landespolizei ist das Land zuständig, diese zu bezahlen – ebenso wie für die anderen Behördenkosten. Diese Kosten dürfen aus meiner Sicht nicht Frau Walter Mommert auferlegt werden.«
Viele Kritiker empfinden es als schwer nachvollziehbar, dass die Landesregierung einerseits erhebliche Steuergelder für den Einsatz aufwendete und andererseits eine private Initiative die Verantwortung für den Transport getragen haben soll. Nach ihrer Auffassung müssen die Ereignisse rund um den Buckelwal »Hope« vollständig aufgearbeitet werden. Dazu gehören die Entscheidungswege, die Verantwortlichkeiten der beteiligten Behörden, die tatsächlichen Gesamtkosten sowie die Frage, wer für welche Maßnahmen rechtlich verantwortlich war.
Nur durch vollständige Transparenz und eine unabhängige Aufarbeitung kann nach Ansicht der Kritiker das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Umgang mit einem der größten und öffentlichkeitswirksamsten Tierrettungseinsätze Mecklenburg Vorpommerns wieder gestärkt werden.
Zum Schluss äußert sich Jörn Kriebel, Gründer der Privatinitiative »Save the Ocean«: »Derzeit schwimmt der #Buckelwal ›Hartwin‹ in der Wismarer Bucht. Ob es sich tatsächlich um ›Hartwin‹ oder vielleicht doch um ›Hope‹ handelt, bleibt fraglich. Äußerlich gibt es zahlreiche Übereinstimmungen, ebenso bei der bisherigen Route. Doch das ist im Moment nicht die entscheidende Frage.
Viel wichtiger ist, was passiert, falls der Wal stranden sollte. Wir hoffen, dass die zuständigen Behörden, die ITAW und das Deutsche #Meeresmuseum aus dem Fall ›Hope‹ gelernt haben. Sollte es erneut zu einer Strandung kommen, erwarten wir, dass vom ersten Tag an konsequent und im Interesse des Tieres gehandelt wird.
Ein weiteres tagelanges Hin und Her, Kompetenzstreitigkeiten oder öffentliches Schauspiel, während ein Wal um sein Überleben kämpft, darf sich nicht wiederholen. Der Fall ›Hope‹ hat gezeigt, wohin verspätetes Handeln führen kann. Das Wohl des Wals muss endlich über bürokratischen Abläufen, Zuständigkeitsfragen und Eigeninteressen stehen. Die Öffentlichkeit wird sehr genau beobachten, wie diesmal gehandelt wird.«
»Wenn das #Meer stirbt – stirbt der Mensch. Bitte kaufen Sie keine Tickets für Delfinarien. So unterstützen Sie nur das #Delfinarium, aber nicht die Tiere!«
#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT
