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Ein Hauch von #Dracula im #Münchner #Osten
#Haar, Landkreis #München, Juli 2026
#Haar findet derzeit überregionale Beachtung. Nachdem das Institut der deutschen Wirtschaft die Stadt in ihrer im Mai 2026 veröffentlichten #Studie zur #Daseinsvorsorge als die am besten versorgte Kommune in ganz Deutschland ausgezeichnet hatte, ist sie seit Kurzem auch indirekter Teil der #Weltliteratur.
Die freie Online Enzyklopädie Wikipedia hat den Ort an der östlichen Stadtgrenze Münchens mit einem ganz besonderen Eintrag gewürdigt: Im dortigen Artikel zur Kurzgeschichte »Draculas Gast« von Bram Stoker wird Haar als möglicher Schauplatz der Handlung erwähnt. Die Aufnahme ist das Ergebnis einer historisch literarischen Spurensuche des Haarer Stadtrats Dr. Peter Siemsen. Die Kurzgeschichte, die vermutlich als ursprüngliches Einleitungskapitel zu Stokers weltberühmtem #Roman »#Dracula« gedacht war, spielt im östlichen Münchner Umland. Anlässlich des 950 jährigen Jubiläums von Haar im Jahr 2023 warf Siemsen die Frage auf, ob die Kommune in der Erzählung eine Rolle gespielt haben könnte. Der Ausgangspunkt seiner Spurensuche war eine Reise in die niederschlesische Stadt Ząbkowice Śląskie (ehemals #Frankenstein), ein historisches Zentrum des mitteleuropäischen Untotenglaubens, das eng mit den Wurzeln des Genres verknüpft ist. Von dort aus spannte Siemsen den Bogen nach Haar.
In Stokers Text wird die Flucht eines unbekannten englischen Reisenden vor Untoten aus einem Dorf im Münchner Umland beschrieben. Auch wenn Haar nicht ausdrücklich genannt wird, sprechen aus Sicht von Siemsen die geografischen Hinweise dafür, dass Stoker die Route entlang der heutigen Bundesstraße 304 meinte. Der direkte Weg von München in die bewaldeten Gebiete des östlichen Umlands verläuft bis heute über die Wasserburger Straße. Die Bundesstraße 304 folgt einer sehr alten Fernverkehrsroute: der früheren Salzstraße, die später als Postkutschenverbindung München und #Wien verknüpfte. Da #Bram #Stoker für seine Werke renommierte Reiseführer wie den Baedeker nutzte, liegt es nahe, dass ihm diese historische Route bekannt war.
»Ich finde es faszinierend, wenn lokale Geschichte und Weltliteratur miteinander verschmelzen«, erklärt Siemsen. »Dass diese Spurensuche nun auch Einzug in die Wikipedia gefunden hat, zeigt, dass der mögliche literarische Bezug über unsere Region hinaus auf großes Interesse stößt.«
Die frühere Theorie, dass Bram Stoker durch das verschwundene Dorf Pachem (einen ehemaligen Ortsteil des heutigen Münchner Stadtbezirks Berg am Laim) zu der Kurzgeschichte inspiriert wurde, erfährt durch die Einbeziehung der Fernstraße B 304 eine interessante Modifikation. Auch wenn der finale Beweis noch aussteht, hat Peter Siemsen mit seiner »Spurensuche Haar« in einen neuen literarischen Kontext gestellt und einen bemerkenswerten Bezug zwischen der Stadt und dem weltberühmten #Vampirmythos hergestellt.
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